• Marion Borchardt

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen EM-1 und EMa?


... diese Frage habe ich bereits des Öfteren von meinen Kunden gehört. Und genau diese Frage habe ich mir damals auch gestellt, als ich mich das erste Mal mit "EM" beschäftigte.

Insofern habe ich mir heute gedacht, dass ich dieses Thema mal in meinem Blog aufgreife:

Die Basis der EM-Technologie ist "EM-1®", die Urlösung, in der sich die Effektiven Mikroorganismen in flüssiger Form befinden. Es wird in vielen Bereichen pur eingesetzt, meistens aber mit Zugabe von Wasser, Zuckerrohrmelasse und Wärme zu dem so genannten "EMa" (=aktiv) vermehrt, um einen preisgünstigen Einsatz zu ermöglichen.

Durch die Vermehrung dieser Urlösung erhält man etwa die 33-fache Menge EM® für denselben Preis. So kann EM® bei gleichem Budget großzügiger zum Einsatz gebracht werden.

Für die EM®-Vermehrung zu "EMa" gibt es einfach zu handhabende Fermenter in verschiedenen Größen zu kaufen. Die Größe des Fermenters richtet sich nach dem EM®-Verbrauch.

Eine genaue Anleitung zur EM®-Vermehrung finden Sie auf meiner Homepage unter "Downloads".

Die Benennung "EMa" mit dem Zusatz "a" für das englische "activated" ("aktiviert") kann irritieren, weil sie zu dem Missverständnis Anlass gibt, EM® müssten zur Anwendung zunächst angeregt werden. Das ist jedoch nicht der Fall!

Bei der Vermehrung wird zwar stets die Verdopplungstendenz der Mikroorganismen aktiviert, der Stoffwechsel, der zur Vermehrung von Mikroben führt, ist jedoch nicht derselbe wie derjenige, der in ihrer Anwendung benötigt wird, beispielsweise zur Umwandlung von Substanzen.

"EM®" aktivieren sich selbständig jeweils dort, wo sie ausgebracht werden, auch wenn sie nicht vermehrt wurden.

Man setzt also "EM-1" und "EMa" in gleicher Weise ein, Dosierungen, Verdünnung und Rezepturen sind gleich!

Hauptunterschied zwischen "EM-1®" und "EMa" liegt in der Herstellung und darin, dass die "EMa" bei der Vermehrung die Umgebungsmikroben aufnehmen und integrieren können. Sie sind nie identisch mit der Urlösung (EM-1®).

Kauft man EM® ein, ist es daher immer wichtig zu wissen, ob man die EM®-Urlösung = "EM-1®" oder "EMa" erworben hat. Gekaufte "EMa" sind nicht vermehrungsfähig, da sich bei weiteren Vermehrungen die Zusammensetzung der Mikrobenstämme verschiebt!

Herstellung

Die Herstellung von "EM-1®" erfolgt in einem mehrwöchigem Prozess, der eine Stabilisierung der enthaltenen Mikroorganismenmischung mit sich bringt.

Das "EMa" wird binnen 7 Tagen unter Zugabe von Wärme, Zuckerrohrmelasse und Wasser zu einem Vermehrungsstoffwechsel angeregt. Sobald das "EMa" abkühlt verlangsamt sich dieser zwar, kommt jedoch nicht zum Stillstand, sodass die noch verbleibende Melasse weiter verstoffwechselt wird bis sie vollständig aufgebraucht ist.

Der ph-Wert eines fertigen EMa-Ansatzes sollte nach 7 Tagen bei 3,9 und tiefer liegen. Dies ist die wichtigste Erfolgskontrolle bei der EM®-Vermehrung. Der ph-Wert zeigt an, ob die Milchsäurebakterien sich erfolgreich vermehrt haben und das sich keine schädlichen Mikroorganismen im EMa einnisten konnten. Die mögen nämlich das saure Milieu nicht.

Während des Ansetzens der EMa-Lösung ist es unvermeidbar, dass sich zu den EM's auch Mikroben aus der Umgebung gesellen, die sich im Fermenter entsprechend mitvermehren können.

Haltbarkeit

Grundsätzlich sollte EM® immer kühl (möglichst konstante Temperatur) und dunkel in geschlossenen Gebinden gelagert werden.

Die empfohlene Lagertemperatur liegt zwischen 8 und 18°C, am besten um die 14°C.

Eine Lagerung im Kühlschrank ist also nicht empfehlenswert.

"EM-1®" ist in geschlossenen Gebinden sehr lange haltbar. Jedes Gebinde ist mit einem Haltbarkeitsdatum versehen.

Sobald die Mikroorganismen durch das Öffnen der Flasche mit Sauerstoff in Kontakt kommen, werden sie aktiv. Um dem entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, nach jeder Entnahme die Flasche so weit zusammenzudrücken, dass der Flüssigkeitsspiegel wieder direkt unter dem Verschluss steht, und dreht diesen dann fest zu. Ist dies nicht mehr möglich, weil der verbleibende Rest zu wenig geworden ist, füllt man diesen in ein kleineres Gefäß oder verbraucht ihn baldmöglichst.

So gelagert hält auch die geöffnete Flasche "EM-1®" mehrere Monate. Wenn sich weißlicher Belag (Hefe) auf der Oberfläche sammelt, ist dies normal. Beginnt das "EM-1®" faulig zu riechen, ist es nicht mehr verwendbar und kann über den Abfluss entsorgt werden.

"EMa"

Auch EMa ist sehr lange Haltbar. Voraussetzung hierfür ist eine gute Qualität und Luftabschluss.

Da die Melasse nach ca. 2 Wochen weitgehend aufgebraucht ist, reduziert sich nach und nach die mikrobielle Aktivität und die Zahl lebender Milchsäurabakterien. Dies bedeutet lediglich, dass die Mikroorganismen beim jeweiligen Einsatz einen halben Tag länger benötigen, um "in Gang zu kommen".

Gleichzeitig steigt aber der Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien und Enzymen im EM-a.

Dieser Prozess ist jedoch weder am pH-Wert noch am Geschmack erkennbar!

Es heißt auch nicht, dass das "EMa" dann schlecht ist bzw. nicht mehr wirkt. Am Geruch und Aussehen kann schnell geprüft werden, ob das "EMa" noch "einsatzfähig" ist.

#EM1 #EMa #Haltbarkeit

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