• Marion Borchardt

Aus Küchenabfällen hochwertigen EM-Dünger herstellen - KüchenBokashi


Tagtäglich landen Küchenabfälle in der BioTonne bzw. auf dem Kompost. Dabei kann man aus ihnen mit Hilfe der EM`s einen äußerst hochwertigen Dünger herstellen, mit dem man seine Blumenbeete oder den hauseigenen Gemüsegarten düngen kann.

Die Bezeichnung "Abfälle" ist jedoch falsch gewählt. Denn die Natur kennt keinen Abfall. Damit der Boden wieder gute Erträge hervorbringen kann, muss ihm, bzw. den im Boden befindlichen Organismen, organisches Material ("Abfälle") zugeführt werden, um von ihnen in pflanzenverfügbare Nährstoffe umgewandelt werden zu können.

Wir können dem Boden, bzw. dem Bodenleben, diesen Verdauungsvorgang enorm erleichtern, wenn wir die "Abfälle" entsprechend aufbereiten. Hier kann EM einen wesentlichen Beitrag leisten, indem wir aus den "Küchenabfällen" das sogenannte "Küchenbokashi" herstellen.

Bei der Herstellung von Küchenbokashi werden alle organischen Abfälle aus der Küche mit EM fermentiert.

Eine Anleitung und was man dafür benötigt findet ihr hier.

"Bokashi" ist eine gehaltvollere Alternative zum herkömmlichen Kompost

Im Kompost wird organisches Material degenerativ über Fäulnisprozesse und unter Bildung teils hoher Temperaturen abgebaut. Dieser Umsetzungsprozess verbraucht viel Sauerstoff und es gehen sehr viele Nährstoffe verloren. Zudem ist dieses Milieu eine Brutstätte für Schadbakterien, die letztendlich auf unseren Beeten landen und für eine Schwächung des Bodenlebens und der Pflanzen sorgen (Schneckenplage, Pilzbefall etc.).

Ein wesentlicher Unterschied bei der Herstellung von Bokashi ist, dass die Umsetzung des organischen Materials unter Sauerstoffabschluss erfolgt. Diesen Prozess bezeichnet man als Fermentierung.

Der organische Abfall wird mit Hilfe der EM`s in wohlriechende, weitgehend vererdete Pflanzennahrung umgebaut. Statt Wertstoffe zu verlieren, werden sogar einige hinzugewonnen (Vitamine, Aminosäuren, Enzyme, Spurenelemente etc). Und weil auch keine Fäulnis und keine Zersetzungsgifte vorhanden sind, wachsen Pflanzen, die mit Bokashi gedüngt werden, mit stabiler Widerstandskraft heran. Pilzkrankheiten fehlen die Angriffspunkte, Schnecken finden keine Aufgabe in diesem starken, gesunden Umfeld vor. Das Bodenleben wird verbessert und die Humusbildung wird gefördert.

Mehr Infos hier.

Wer also seine organischen Küchenabfälle bisher in der Biotonne "entsorgt" hat, der kann mit dieser Methode gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Biotonne abbestellen

  • spart Müllgebühren

  • keine stinkende Mülltonne im Sommer

  • Verringerung des Energieaufwands, der für das Einsammeln, den Transport und das Verbrennen von Müll aufgewendet werden müsste, sowie dem entsprechenden CO2-Ausstoß

  • hochwertigen BioDünger aus eigener Herstellung produzieren

  • man braucht keinen Dünger kaufen

  • die Umwelt, der Boden, das Bodenleben, die Pflanzen und der Mensch profitieren von diesem gesunden Dünger

  • man kann so einen eigenen kleinen privaten natürlichen Kreislauf erleben

Ausbringen des Bokashi`s

Da der pH-Wert des Bokashi nach Fertigstellung im sauren Bereich unter 4 liegt, darf das Bokashi nicht direkt mit den feinen Haarwurzeln der Pflanzen in Berührung kommen, weil deren Haut so fein ist, dass sie verätzen würde.

Bei der Düngung bestehender Anpflanzungen ist es somit ratsam, diesen in ca. 25 cm Abstand zu den Pflanzen einzugraben. Hierzu kann ein etwa spatentiefer Bokashi-Graben ausgehoben. Die Länge des Grabens hängt von der Menge des Bokashi-Materials ab. Der Inhalt eines Bokashi-Eimers reicht ca. für 2 m.

Dann wird das Bokashi mit etwas Erde vermischt und in den vorbereiteten Gräben verteilt. Anschließend wird die Rinne mit dem Aushub wieder abgedeckt und festgetreten und mit einer EMa-Wasser-Lösung (200 ml EMa auf 10 Liter Wasser) angegossen. Nach etwa 10-14 Tagen hat das Bokashi dann seinen pH-Wert dem des umgebenden Bodens angepasst. Nach 3-4 Wochen kann man schön beobachten, wie die Wurzeln der umliegenden Pflanzen auf das Bokashi-Depot zuwachsen.

Ist das Beet noch nicht bepflanzt, kann das Bokashi flächendeckend eingearbeitet werden. Hier verwendet man 150 bis 200 Gramm Bokashi pro qm. Auch hier sollte der Boden mit einer EMa-Wasser-Lösung angegossen werden. Nach etwa 14 Tagen hat sich auch hier der pH-Wert entsprechend angepasst und das Beet kann nach belieben bepflanzt werden.

Empfohlen wird das Einbringen von Bokashi zweimal im Jahr, am besten im Frühjahr und im Herbst nach der Ernte.

Bei längerer Anwendung kommen die bodenverbessernden Eigenschaften immer stärker zum Tragen. Der Boden wird feinkrümelig, locker und man kann immer mehr Regenwürmer in seinem Boden finden.

Gemüse, welches mit EM-Bokashi gedüngt wird, enthält mehr Vitalstoffe als herkömmlich gedüngtes Gemüse.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, kann sich natürlich gerne bei mir melden oder in meiner EM Stuuv vorbeikommen.

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